Vom Fußballtrainer zum Bildungsreferent

Regionalberater Lars Allofs im Portrait

Die Diakonie RWL berät und begleitet Freiwillige in einem großen Verbandsgebiet. Das Zentrum Freiwilligendienste hat seine Geschäftsstelle in Düsseldorf. In Kooperation mit dem Ev. Bildungswerk im Kirchenkreis Duisburg ist Regionalberater Lars Allofs pädagogischer Begleiter und Bildungsreferent für Freiwilligendienste in Duisburg.

Seitdem er fünf Jahre alt ist spielt Lars Allofs Fußball, als Jugendlicher kickte er in der Leistungsstaffel und mit 19 machte er seinen ersten Trainerschein. Nach dem Zivildienst entschied er sich zunächst für eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann, wo er viele Jahre arbeitete. Nebenher trainierte er mit zunehmendem Erfolg Jugendliche, wurde DFB-Stützpunkttrainer und trainierte eine erste Herrenmannschaft, zum Teil als Spielertrainer. Hier konnte er seine Talente besonders gut einsetzen und Werte vermitteln, die ihm wichtig sind: „Disziplin, Vertrauen, gegenseitige Achtsamkeit, Teamgeist zum Beispiel. Gemeinsam für ein Ziel zu arbeiten und Rückschläge hinzunehmen und zu meistern“ so Allofs. Die Kluft zum kaufmännischen Alltag wurde irgendwann doch zu groß. „Als ich das merkte, war ich schon über 30 und wusste, wenn ich etwas anderes machen will, sollte ich das bald tun“. Nach Verletzungen und dem Ausscheiden als aktiver Spieler kündigte Allofs als Kaufmann und begann ein Studium der Sozialpädagogik und Sozialarbeit. Nebenher arbeitete er weiter als Trainer und seit 2015 als Referent in der Begleitung der Freiwilligenseminare im FSJ und BFD.

Den Einstieg in die Bildungsarbeit erlebte Allofs als eine Spielverlagerung. Vieles, was er in die Seminare einbringt, bringt er vom Sport mit: „Im Fußball kommt man nicht allein ans Ziel“, meint Allofs, und in der Bildungsarbeit auch nicht. Die Teilnehmenden sollen den Wert von Solidarität und Gemeinschaft erfahren. Natürlich sind auch sozial-gesellschaftliche Inhalte wichtig: Politischer Extremismus, körperliche Behinderungen, Kriminalität oder Sucht sind Themen, die er gerne bearbeitet, um bei den jungen Freiwilligen Resilienz sowie Selbst- und Fremdwahrnehmung zu stärken. Besonders praktisch ist die Abschlusswoche gestaltet, bei der es um Erlebnispädagogik, Spaß und Abenteuer geht. Auf einem Jugendzeltplatz am See werden jedes Jahr Workshops angeboten, zwischen denen die Freiwilligen wählen können. Dies kann Yoga, einen Podcast erstellen, Kanu- und Radfahren, ein Kreativworkshop, ein Kochworkshop oder Fußballgolf sein.


Lars Allofs im Interview mit Christian Carls (Diakonie RWL Referent für Presse- und Medienarbeit/ Freiwilligendienste)
https://www.fsj-bfd.de/aktuelles/regionalberater-portrait-duisburg

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